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08.01.2017
„Mannslü ejjen Höll“ - Herrensitzung
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11.01.2017
Ausstellung in der Sparkasse Aachen
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21.01.2017
Penn-Sitzung
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Penn-News

Weihnachtsfeier der Fähnriche

Am 3. Dezember fand im altehrwürdigen Marschiertor die alljährliche Weihnachtsfeier der Fähnriche...

Mannheimer Traditionscorps ehrt J. Brammertz und Dr. E. Matthies

Copyright: Helmut-Roos@web.de

Am 19. November trat eine kleine, feine Abordnung der Oecher Penn − bestehend aus Josef Cosler, Dr....

Unser Hauptquartier - Das Marschiertor

Die genaue Datierung der Entstehung des Marschiertors ist bis heute umstritten. Während einige  Quellen auf  Ende des 12. bzw. Anfang des 13. Jahrhunderts verweisen, sieht es ein Großteil der wissenschaftlichen Untersuchungen als gesichert, dass das historische Stadttor Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.

Sicher ist, dass das heutige Hauptquartier der Stadtgarde Oecher Penn zu den mächtigsten noch erhaltenen Stadttoren Westeuropas gehört. Das Marschiertor war eines von insgesamt 11 Stadttoren der Stadt Aachen, die von den „Freihen Reichsstädtischen Stadtsoldaten“ und Stadtmilizen bewacht wurden. Zwei dieser Tore sind bis zur heutigen Zeit erhalten. Mit seinen Räumlichkeiten fungierte das Marschiertor in früherer Zeit als Hauptwaffenplatz. In der wechselvollen Geschichte der Jahrhunderte erfuhr das Marschiertor nicht nur Besetzungen und Belagerungen unterschiedlicher Soldatengruppen, sondern es wurde auch manch zweckentfremdeter Verwendung zugeführt. So war es zeitweise Rumpelkammer, Obdachlosenunterkunft, Jugendherberge und schließlich HJ-Heim.

Nach erheblicher Beschädigung durch Brandbomben im Jahr 1943, die vor allem den Dachstuhl betrafen, wurde es zunächst nur provisorisch wiederhergestellt. Mit finanzieller Unterstützung zweier Aachener Unternehmen gelang es schließlich 1959, auch den Dachstuhl des historischen Stadttors zu erneuern.

Im Jahr 1964 wurde das Marschiertor durch Ratsbeschluss in die Obhut der Stadtgarde Oecher Penn gegeben. Durch den großen persönliche Einsatz der Vereinsmitglieder (ca. 52.000 Arbeitsstunden) und mit Hilfe unzähliger Freunde und Gönner, die zusammen die enorme Summe von 600.000 € spendeten, wurde das Marschiertor zu einem wahren Kleinod der Stadt Aachen gestaltet. Heute bietet der große Waffensaal Platz für bis zu 200 Gäste und einen historischen Rahmen für die vielfältigen Vereinsaktivitäten.

Darüber hinaus befinden sich im Marschiertor die Archivräume, das Kommandanturzimmer, der Weinkeller sowie der Schankraum und die Kleiderkammer.

Doch auch ein Blick vor das Marschiertor lohnt sich: Findet sich hier doch seit 2007 das - von Klaus Gehlen gestaltete - Denkmal des schnitzenden Pennsoldaten, ein Geschenk der Stadtgarde Oecher Penn an die Stadt Aachen anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins.

Seit Juni 2009 ist das Marschiertor - eines der schönsten historischen Bauwerke der Stadt Aachen - auch bei Nacht zu bewundern. Eingebunden in das sogenannte "Lichtprojekt Aachen", das auch dem Aachener Dom und dem Aachener Rathaus schon zu nächtlicher Beleuchtung verholfen hat, erstrahlt nun auch das Marschiertor in nächtlichem Glanz.